#GamerGate-Debatte: Wie sich eine junge Gaming-Journalistin zur Wehr setzt

Laut einem Beitrag im australischen Kulturblog der britischen Tageszeitung The Guardian hat Alanah Pearce, eine in Brisbane ansässige Gaming-Journalistin, einen cleveren Weg gefunden, sich vor sexuellen Belästigungen im sozialen Netzwerk „Twitter“ zu schützen. Wie einer ihrer Tweets belegt, stellte sich heraus, dass einige der Männer die ihr beleidigende Aussagen und Vergewaltigungsdrohungen schickten, doch nicht so erwachsen waren wie ursprünglich gedacht. Daraufhin schrieb die 21-jährige Studentin einfach die Mutter eines verbal ausfällig gewordenen Jungendlichen an, und das Problem war vom Tisch (siehe hier).

Gegenüber dem Guardian sagte die Videospieljournalistin: „It was just a way to try to reach a resolution, to productively teach young boys it’s not okay to be sexist to women, even if they’re on the internet.” Die junge Frau hatte sich schon über den Blog der Seite Kotaku im Jahr 2013 mit dem Artikel 30 Days of Sexism negativ über diverse Twitterkommentare geäußert. Als sie nun von The Guardian gefragt wurde, ob sie die über Twitter getätigten Beleidigungen im Zusammenhang mit der GamerGate-Debatte sehe, antwortete sie mit einem klaren ja.

Die GamerGate-Debatte beschäftigt sich mit Frauenfeindlichkeit in der Videospielindustrie. Ursprünglich wurde der Streit durch ein Gerücht über eine Affäre zwischen Indigame-Entwicklerin Zoe Quinn und Kotaku-Journalist Nathan Greyson ins Leben gerufen. Es wurde behauptet, dass gute Bewertungen ihres neuen Spiels gegen sexuelle Gefälligkeiten ausgetauscht worden waren. Viele Menschen sahen dies als Bedrohung für die freie Berichterstattung von Videospiel-Newsseiten und entwickelten eine Bewegung gegen diese Beschneidung der Medienfreiheit.

Allerdings verselbstständigte sich das Thema mit der Zeit und die Kampagne entwickelte sich in eine etwas andere Richtung, wobei Frauenhass und sexuelle Belästigung im Vordergrund standen. Dies wird von vielen Publishern, Spieleentwicklern und Spielern selbst verurteilt, aber eine sachliche Diskussion des Themas ist nach wie vor schwer zu erreichen.

Quelle: http://www.theguardian.com/culture/australia-culture-blog/2014/nov/28/alanah-pearce-tells-on-her-internet-trolls-to-their-mothers?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter


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