Nordamerikanische Unis: Weitere Stipendien für E-Sportler angekündigt

Die University of Pikeville in Kentucky folgt ab diesem Herbst einer Initiative, die erstmals von der Robert Morris University in Illinois losgetreten wurde und bietet seinen Studenten insgesamt 20 E-Sports-Stipendien für das Multiplayer-Online-Spiel League of Legends an. Dabei wird das Modell der finanziellen Unterstützung von athletischen Leistungssportlern, wie zum Beispiel das System der Stipendienvergabe für Footballspieler, übernommen.

Für die Zuweisung eines E-Sport-Stipendiums spielt in Zukunft auch der so genannte „Grade-Point-Average“, kurz GPA, eine große Rolle, der, ähnlich wie im deutschen Numerus-Clausus-System die schulische Gesamtleistung misst.

Laut einem Interview des Nachrichtendienstes WYMT mit dem universitären Director of New Media, Bruce Parsons, werden die zugelassenen Studenten wie traditionelle Sportler behandelt und müssen an Übungseinheiten teilnehmen und Studien über gegnerische Teams anfertigen. Dies wird wohl auch einiges an Arbeit erfordern, da an der akademischen E-Sports-Liga in Nordamerika mittlerweile über 10.000 Studenten von insgesamt 230 Universitäten teilnehmen.

Parsons meint, dass durch die Initiative einige Studenten, seien es amerikanische oder auch internationale, auf ihre Universität aufmerksam gemacht werden. Damit folgt die Bildungseinrichtung einer Idee, die von der Robert Morris University in Illinois geboren wurde. Dort wurde schon letztes Jahr der E-Sport-Bereich in das offizielle Sportprogramm aufgenommen.

Dass die Stipendien für das weltweit sehr erfolgreiche Multiplayer-Online-Spiel League of Legends ausgeschrieben werden, begründet Parsons folgendermaßen: „This game is five on five competitive play. It takes skill, practice and a lot of teamwork.“ Damit eignet es sich seiner Meinung nach sehr gut zur Messung von sportlichen Leistungen.

Die akademische Förderung des E-Sports an amerkanischen Universitäten zeigt, dass der kompetitive Wettkampf in Videospielen nun endgültig auch in gesellschaftlich anerkannten Institutionen des Westens angekommen ist. Die Entwicklung könnte dazu führen, dass in Zukunft weitaus mehr Videospieler als heute ihr Geld mit ihrem Hobby verdienen.

Quelle: http://www.wkyt.com/wymt/home/headlines/University-of-Pikeville–287606271.html


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