Fakepräsentation eines nicht existierenden Survival-Games schockiert Spielergemeinschaft

Auf der Videoplattform Youtube wurde vor ein paar Tagen ein etwas verstörendes Video über eine Fakepräsentation eines neuen Videospiels veröffentlicht. Die Organisation UNICEF (Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, engl: United Nations Children’s Fund) organisierte im August 2014 eine Scheinpräsentation eines neuen Videospiels auf der amerikanischen Gaming-Convention Video Gamers United, die dieses Jahr zwischen 16. und 17. August in Washington DC stattfand. Das Vorhaben sollte auf die Not der Kinder im Südsudan, das sich seit Dezember 2013 im Krieg befindet, hinweisen. Die Präsentation wurde gefilmt und in Form dieses Videos veröffentlicht.

Man sieht dort, wie ein Referent den nicht existierenden First-Person-Survival-Shooter Elika’s Escape vorstellt. Es wird erklärt, dass die Protagonistin ein sieben Jahre altes Kind sein wird, das zu Beginn des Spiels ihre Mutter an die Cholera verliert. Gleich im Anschluss wird ihr älterer Bruder im Versuch, Elika zu verteidigen, getötet und ihr jüngerer Bruder, der noch ein Baby ist, wird durch einen Gewehrschuss verletzt. Schließlich schafft ihr es in ein Flüchtlingslager, was eure Situation aber nicht wesentlich verbessert. Elika muss sich nun entscheiden, sich zu prostituieren oder ihren kleinen Bruder verhungern zu lassen.

In diesem Augenblick beginnen die Anwesenden, den Raum zu verlassen. Man kann im Video gut beobachten, wie abweisend selbst alteingesessene Survival-Spieler auf das Bildmaterial reagieren. Am Ende kommt eine junge Frau namens Mari Malek auf die Bühne und erklärt, dass das eben gezeigte gar kein Spiel sondern ihr eigenes Leben im Südsudan darstellt.

Gegenüber Polygon erklärte die UNICEF-Sprecherin Melanie Sharpe, die Scheinpräsentation soll auf die seit dem 15. Dezember 2013 entstandenen Zahlen von 750.000 verstoßenen und 320.000 Flüchtlingskindern hinweisen. Außerdem führt sie zusätzlich aus, dass ungefähr 400.000 Kinder ihre Schule verloren hätten und dass bekannt geworden sei, dass ca. 12.000 Kinder als Soldaten in diesem Konflikt eingesetzt werden. UNICEF erreichte durch das Video eine starke Medienpräsenz. Es wurde im Dezember 2014 veröffentlicht, um auf den Jahrestag des Kriegsbeginns, bemessen mit dem 15. Dezember 2013, aufmerksam zu machen.

Quelle: http://www.polygon.com/2014/12/12/7380831/UNICEF-video-game-stunt-south-sudan


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