Junge chinesische Tech-Künstlerin experimentiert mit Arcade-Spiel

Schon William Gibson erklärte in seiner visionären, erstmals 1984 erschienen Cyberpunk-Trilogie Neuromancer den asiatischen Raum zum Zentrum für biologische Implantate und Neurochirurgie. Mit dem berühmten ersten Satz des Romans, „Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fernsehers, der auf einen toten Kanal geschaltet war“, entführt er den Leser in eine Welt, in der man sich per Implantat in den Cyberspace einloggt, durch chirurgische Eingriffe zu einem geschlechtlichen Neutrum entwickeln und auch sonstige, phantasievolle Biomechaniken nutzen kann.

Eine junge chinesische Künstlerin namens Lu Yang scheint diesem Kultroman direkt entsprungen zu sein. Mit der schon im Jahr 2013 entwickelten Figur des „Uterus Man“ gelang ihr die Umsetzung eines Arcade-Spiels, das in den letzten Wochen in einer Ausstellung der New Yorker Wallplay-Gallerie präsentiert wurde. Laut der Medienwebsite dangerousminds.net wird in den kommenden Monaten an einer Open-Source-Version des Spiels für PC und Mac gearbeitet.

Die Figur des Uterus Man folgt der Darstellung eines asexuellen Superhelden, der als Waffe eine Fuß-Vagina verwendet und damit für ihn kämpfende Superbabys produziert. Des weiteren besitzt er einen skorpionartigen Streitwagen und ein Skateboard, das einer überdimensionierten Maxi-Binde nachempfunden ist.

Diese, in komplette Absurdität abdriftende Idee ist nicht das erste Projekt der Dame aus Shanghai, die mit Biomechanik, Nerdtechnologie und genetisch inspirierter Kunst aufwartet. Bitte seht euch das Ergebnis des gänzlich unkonventionellen Projekts einfach mal selbst mit Hilfe der beiden unten aufgeführten Videos an.

Quelle: http://animalnewyork.com/2014/lu-yangs-video-game-arcade-art-exhibition/

Animationsvideo:

Gameplay-Video:


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