Destiny: Dunkelheit Lauert

Die Reviews zu der ersten Erweiterung für den MMO-Shooter Destiny fallen nicht sehr gut aus. Die Expansion beinhaltet drei Storymissionen, eine (auf PlayStation zwei) Strike-Mission(s), einen Raid und drei Multiplayer-PvP-Maps. Zusätzlich dazu kommen neue, mächtige Waffen und Rüstungen für die Spieler.

Dunkelheit Lauert (engl. The Dark Below) sollte die Story und den Inhalt des Games etwas aufbessern, laut Polygon gelingt dies aber nicht wirklich. Die meiste Zeit bekommt man die selben Gegner in nahezu dem selben Umfeld vor das Visier seiner futuristischen Kanone. Der Reviewer hatte die drei Storymissionen in einer Stunde beendet, und da die erste dieser Missionen nicht wiederspielbar ist, ist der hinzugefügte Inhalt laut ihm sehr spärlich.

Auch der PvP-Multiplayer hat sich nach der Meinung des Polygon-Kritikers nicht verbessert. Am besten gefiel die ihm die neue Map The Cauldron (deutsch: der Kessel), die anderen zwei erinnerten ihn aber sofort an die unangenehme erste Erfahrung mit dem Destiny-PvP-Content. Hierbei kritisiert der Rezensent das nicht sehr smarte Leveldesign oder die Tatsache, dass der Spieler nicht einmal darauf vorbereitet wird, in welche Map er/sie als nächstes transferiert wird.

Nur der neue Raid, Crota’s End, wird vom Polygon-Reviewer sehr gelobt. Dieser sei spannend, sehr gut spielbar und zeige das beste, was es an kooperativem Gameplay zur Zeit zu sehen gibt. Allerdings kam dem Kritiker vor, dass das so gut gelungene Gamedesign des Raids die negativen Seiten des Rests der Erweiterung nur noch mehr unterstreiche. Im großen und ganzen ist Dunkelheit Lauert seiner Meinung nach wegen dem Mangel an wirklich neuem Inhalt bei weitem keine gültige Erweiterung des Spiels.

Der Rezensent der Seite Destructoid beurteilt die Erweiterung sehr ähnlich, hebt aber das Art-Design von Dunkelheit Lauert positiv hervor. Außerdem beurteilt er den PvP-Multiplayer nicht ganz so hart wie der Polygon-Kritiker, allerdings kann man im Review von Destructoid einige Verbesserungsvorschläge zum Upgradesystem von Waffen und Items lesen.

Zum Beispiel schlägt der Rezensent vor, dass das Upgraden von Items schwieriger werden sollte, zum Beispiel in Form von mehrere Tage andauernden Aufträgen, was seiner Meinung nach auch die Questlines einnehmender und interessanter machen würde. Wer weiß, vielleicht nimmt sich Bungie ja einige dieser Meinungen zu Herzen und überarbeitet einige Bereiche des Spiels. Spielermeinungen und -kritikpunkte wurden in MMOs zumindest in der Vergangenheit immer sehr ernst genommen.

Destiny: Dunkelheit Lauert Erste Erweiterung des MMO-Shooters, die eintlich gar keine ist: der Content ist eher ausgedünnt und flach, wirkliche Neuerungen des Gameplays und -designs sind nicht in Sicht, einzig der Raid kann die Reviewer begeistern. Für den stolzen Preis von 19,99 Euro sollten wohl nur Hardcore-Fans des MMOs zugreifen. Release: 09.12.2014, Genre: Erweiterung MMO-Shooter, Plattformen: PS 3, PS 4, Xbox 360, Xbox One, Publisher: Activision, Development: Bungie, PEGI: 16 uncut, USK: 16 uncut, Singleplayer: nein, Multiplayer: ja.
Polygon50
Destructoid65

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