Zufällige Zahlen: Mysterium oder beobachtbares Phänomen?

Wie letzte Woche von mir in einem Artikel über den PS 4 Exklusivtitel No Man’s Sky berichtet, werden in diesem Spiel mit Hilfe eines Zufallszahlengenerators einige Milliarden oder Trilliarden Planeten erstellt. Daraufhin ging mir im Laufe des Wochenendes die mathematische Diskussion über zufällige Zahlen, ihr Vorkommen und die Echtheit von Zufallszahlengeneratoren, die mit einem Startwert und einem deterministischen Algorithmus arbeiten, nicht mehr aus dem Kopf.

Denn ich vermute, dass die Entwickler von No Man’s Sky mit einem solchen Instrument, so genannten Pseudozufallsfolgen, zur Erstellung ihrer großen Anzahl an Planeten arbeiten werden. Ich bin gespannt, wie das Ergebnis aussehen wird, aber noch mehr würde mich der von ihnen gewählte 64-bit große Seed (Startwert) und der aufgestellte Algorithmus interessieren. Denn wie schon der berühmte Mathematiker John von Neumann behauptete: “Anyone who considers arithmetical methods of producing random digits is, of course, in a state of sin.”

Als ich das Internet zu dem Thema durchforstete, stolperte ich über ein unterhaltsames Video, in dem der Mathematikprofessor Peter Sheridan Dodds in aller Kürze die wissenschaftlich akzeptierte Erkenntnis beweist, dass die Zahl 17 die zufälligste Zahl unter den ersten 20 ist. Diese Einsicht beruht auf in den letzten Jahrzehnten durchgeführten Experimenten, in denen die Teilnehmer zufällig gewählte Zahlen zwischen 1 und 20 nennen mussten. Dabei wurde klar, dass die Zahl 17 die am meisten genannte Zahl ist, woraus die Wissenschaftler schließen, dass dies auch die zufälligste aller Zahlen von 1 bis 20 darstellt. Klingt komisch, ist aber so.


3 Kommentare für diesen Beitrag

  1. Ja, ein interessante Entwurfmethode.

    Prozedurale Synthese/ Generierung mit Hilfe von „deterministischen Algorithmen“ werden mittlerweile in ja in recht vielen Bereichen eingesetzt. Unter anderem auch in der Architekturszene, zum experimentellen Entwerfen von einzelnen Häuserfassaden bis hin zu ganzen Stadtquartieren. Das dabei gar nicht mehr viel mit Zufall zu tun, da man mit Hilfe der heutigen Rechenpower erstaunlich viele Parameter festlegen kann, mit denen man z.B. Art und Häufigkeit von Planeten, Sonnensystemen oder ganzen Galaxien, Flugverhalten von Raumschiffen, Vielfalt der Flora und Fauna, etc. Recht präzise steuern kann…

    DGS / Antworten
    • Sorry, hab den Text am Smartphone getippt. Das klappt irgendwie nicht so gut…

      DGS / (als Antwort auf DGS) Antworten
      • Hehe, alles klar. Aber das wusste ich noch gar nicht, dass diese Methode in der Architektur auch verwendet wird. Hab ich auch wieder was dazu gelernt. 🙂

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