Mexikanische Drogen-Drohne abgestürzt: Ein Einblick in die modernen Transportwege der Kartelle

Letzte Woche ereignete sich in einem Supermarkt in Tijuana an der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze ein von der technischen Entwicklung der Moderen geprägter Zwischenfall. Auf den Parkplatz des Geschäftes stürzte nämlich eine mit sechs Propellern und einer Lithiumbatterie fliegende Drohne, die mit drei Kilogramm Crystal Meth beladen war.

Die Lieferung hat jedoch ihren Empfänger, der wahrscheinlich hinter der US-Grenze saß, aufgrund technischer Probleme nicht erreicht. Die Polizei von Tijuana gab an, dass die Drogen in sechs Paketen an der Drohne befestigt waren. Die Drohne selbst scheint ein mit Hilfe eines GPS-Senders navigierendes Modell der Marke Eigenbau zu sein.

Der Grund für den Absturz war wohl das zu große Gewicht, das die Drohne nicht tragen konnte. Viele kommerzielle Modelle, wie zum Beispiel die von Amazon vorgeschlagene Transportdrohne, sind für ein Gewicht von bis zu 2,2 Kilogramm ausgelegt. Die Drogenschmuggler haben sich also entweder etwas verrechnet, oder ihre Einschätzungen zur Belastungskapazität der Drohne waren falsch. Geplant war dieser Absturz sicher nicht.

Der Fall in Tijuana war der erste Zwischenfall dieser Art. Experten der amerikanischen Drug Enforcement Agency vermuten jedoch, dass solche Drogen-Drohnenflüge mittlerweile ca. 150 Mal im Jahr stattfinden. Außerdem gaben die Ermittler bekannt, dass Drogengangs seit neuestem ein großes Interesse an Ingenieuren haben, die vermutlich mit der Entwicklung und der Produktion von leistungsfähigeren Drohnen beauftragt werden. Diese werden mit zwei- oder dreimal so hohen Gehaltsangeboten von mexikanischen, drohnenproduzierenden Unternehmen abgeworben.

Die Nutzung technologischer Innovationen durch kriminelle Energien wird durch den kommerziellen Zugang zu solchen Produkten immer einfacher. Noch dazu kommt die simple Handhabung und Bedienung der teilweise schon im Supermarkt zu ergatternden Familiendrohnen. Experten vermuten, dass mit diesen Geräten in Zukunft nicht nur Drogen, sondern auch vertrauliche Dokumente oder Schwarzgeld transportiert werden könnte.

Die technologische Entwicklung kommt also nicht nur den Regierungen, den Militärs, multinationalen Konzernen und der zivilen Bevölkerung zu gute. Auch Verbrecher profitieren vom gesellschaftlichen Fortschritt, was an und für sich nichts neues ist. Fazit der ganzen Geschichte: Auch im Drogenmilieu gibt es Geeks.

Quelle: http://www.geeksaresexy.net/2015/01/26/mexican-meth-malfunction-drug-drone-downed/


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