NASA arbeitet an Mars-Helikopter

Das NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) veröffentlichte auf Youtube eine Crazy-Engineering-Episode, die ihre Arbeiten zu einem Helikopter für zukünftige Mars-Rover-Missionen vorstellt. Das in Kalifornien ansässige Forschungslabor präsentierte dabei den ersten Prototyp einer Helikopter-Drohne, die einen neuen Mars-Rover in Zukunft begleiten könnte.

Die Idee für einen fliegenden Gefährten wurde aufgrund der eingeschränkten Sicht des aktuellen Mars-Rovers geboren. Die Kameras für die Steuerung des Rovers sind auf dem Gerät selbst angebracht, was es erschwert, den kleinen Roboter durch das unsichere Terrain zu navigieren.

Ein Helikopter soll diese Arbeit in Zukunft erleichtern. Durch das erweiterte Sichtfeld eines fliegenden Vehikels könnten interessante Stellen auf dem Planeten schneller gefunden und die besten Spots für das Probensammeln entdeckt werden. Außerdem wäre der Rover mit den neuen Informationen dazu fähig, an einem Mars-Tag (also innerhalb von 24 Stunden, 29 Minuten und 35,244 Sekunden) die dreifache Distanz als bisher zurückzulegen.

Der Prototyp wiegt (zumindest auf der Erde) ca. ein Kilogramm und ist von einem Helikopterblatt zum anderen ca. 1,1 Meter lang. Der Flugkörper selbst hat ca. die Größe einer Papiertaschentuchbox, die von vier spinnenartigen Beinen getragen wird (siehe Video).

Die Schwierigkeiten der Entwicklung eines solchen Helikopters werden in dem Video erläutert. Die Gravitation (Anziehungskraft) auf dem Mars beträgt in etwa ein Drittel der Gravitation auf der Erde, die mit 1G = 9,807 m/s2 gemessen wird. Das macht das Gewicht des Helikopters zu einem geringeren Problem als auf unserem Heimatplaneten. Jedoch könnte der dadurch bedingte, verringerte, atmosphärische Druck auf dem Mars ein Hindernis darstellen.

Wegen der resultierenden, geringen Dichte der Luft werden die verhältnismäßig großen Rotorblätter des Prototyps benötigt. Eine weitere Schwierigkeit stellt die benötigte Autonomie der Helikopter-Drohne dar. Diese ist absolut erforderlich, da die Kommunikation durch Radiosignale zwischen dem Mars und der Erde bis zu 48 Minuten zeitverzögert stattfinden kann. Auch muss das Gerät gegen die verstärkte Sonnenstrahlung auf der Marsoberfläche geschützt werden.

Diese Bedingungen werden zur Zeit in einer Vakuumkammer am JPL simuliert und getestet. Die nächste Mars-Rover-Mission soll ja schon im Jahr 2020 starten.

Quelle: http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?feature=4457
über: http://www.wired.com/2015/01/nasas-working-helicopter-thatll-fly-mars/


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*