Nach über einem Jahr ist es endlich soweit: Erste Informationen zu Echtzeitstrategiespiel Offworld Trading Company enthüllt

Der frühere Civilization-Entwickler Soren Johnson gab nun mit seinem im Jahr 2013 gegründeten Indie-Studio Mohawk Games und dem Publisher Stardock Entertainment endlich erste Informationen zum Echtzeitstrategiespiel Offworld Trading Company bekannt. Das Projekt ist die erste Arbeit des neuen Studios und wurde im letzten Jahr gut versteckt gehalten. Sogar von der in einem kleinen Rahmen durchgeführten Beta kamen keine Informationen ans Licht.

Das Spiel wird ein klassischer PC-Echtzeitstratege im Stil von Sorens Civilization IV. Sowohl ein Singleplayer als auch ein Online-Multiplayer sind geplant. Ab 12. Februar 2015 wird eine Early-Access-Version auf Steam zum Preis von 39,99 Dollar (umgerechnet zur Zeit ca. 35 Euro) zur Verfügung gestellt.

Die Geschichte ist eine Mischung aus Philip K. Dickschem Cyberpunk und einer Einführungsvorlesung in die Wirtschaftstheorie. Das Leben auf der Erde ist aufgrund des so genannten „Great Collapse“ sehr ungemütlich geworden. Verantwortlich dafür ist ein Marktzusammenbruch, ausgelöst durch die Gier der Menschen und der Einmischung eines mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Roboterschurkens.

Neben den Problemen auf der Erde gab es außerdem das „Red Disaster“, eine Katastrophe, die fehlgeschlagene und zerstörte Kolonien auf der Marsoberfläche zurückließ. Nach diesen Verheerungen riss das Syndikat die Macht an sich und beanspruchte ab sofort den Abbau der Ressourcen auf dem die Erde umgebenden Asteroidengürtel. Dadurch erlangte der Multikonzern große Macht und hatte selbst die Regierungen im Griff.

Allerdings beschlossen die Politiker, dass diese Ausnutzung wirtschaftlicher Macht ein Ende haben sollte, und rufen ein Projekt zur Wiederbelebung der zurückgelassenen Marskolonien ins Leben. Verschiedenen Menschen und Gruppen begannen also damit, auf dem Mars Ressourcen abzubauen, um am harten, ökonomischen Markt ohne staatliche Eingriffe überleben zu können.

Offworld Trading Company ist ein Echtzeitstrategiespiel, in dem nicht militärische Kraft sondern Geld die Waffe des Spielers darstellt. Dafür müssen Claims auf dem Mars abgesteckt und Gebiete beansprucht werden. Danach kann man Ressourcen abbauen, und diese in brauchbare Endprodukte weiterverarbeiten, die am von den Spielern beeinflussten Echtzeitmarkt abgesetzt werden.

Der Preiskampf ist also eröffnet. Erfolgreiche Spieler können mit der Zeit ihre Quartiere ausbauen und upgraden, um mehr Gebiet beanspruchen und mehr Ressourcen abbauen zu können. Außerdem gibt es unterschiedliche Rassen, die verschiedene Fähigkeit haben und auf den gewählten Rohstoffabbau ausgelegt werden sollten.

Das Interessante an Offworld Trading Company ist das Fehlen jeglicher militärischer Einsatzkräfte. Wenn ein Spieler einen Konkurrenten erledigen will, kann er nicht einfach seine Streitkräfte einsammeln und losmarschieren. Anstatt dessen können ökonomische Methoden, wie zum Beispiel der Preiskampf, gewählt werden. Meist sind diese jedoch sehr teuer und ein Spieler sollte sich genau überlegen, ob er zu solchen Mitteln greifen will.

Wir sind auf alle Fälle sehr gespannt, was mit Offworld Trading Company passieren wird. Die Schwierigkeiten einer Wirtschaftssimulation sind die oftmals auftretende Hyperinflation und Geldentwertung, die durch das unendliche Bereitstellen von Ressourcen vorprogrammiert ist. Es wird interessant, wie die Entwickler an dieses Problem herangegangen sind.

Pressemitteilung Stardock: http://www.stardock.com/about/newsitem.asp?id=460868
Homepage des Spiels: http://offworldgame.com/#news


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