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Gaming als Gehirntraining: Neue Studie zeigt messbare neuronale Veränderungen
© Kjetil Kolbjornsrud | shutterstock.com

Gaming als Gehirntraining: Neue Studie zeigt messbare neuronale Veränderungen

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Von Redaktion videogames.de   10.08.2026 00:17 Uhr  
ca. 263 Worte   Lesezeit ca. 1 Minute   Auf X teilen

Videospiele haben in der Gesellschaft oft noch immer mit veralteten Klischees zu kämpfen. Doch eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung erbringt nun den klaren Gegenbeweis. Wie das renommierte Fachmagazin PsyPost berichtet, führt das regelmäßige Spielen von Action-Videospielen zu einer dauerhaften und messbaren Umstrukturierung der neuronalen Netzwerke im menschlichen Gehirn. Das Ergebnis: Gamer entwickeln eine drastisch überlegenere visuelle Aufmerksamkeit.

Das Gehirn im Scanner: Ein halbes Jahr im Test

Für die Untersuchung begleitete ein Forscherteam um den Wissenschaftler Jihan Wang von den State Key Laboratories eine Gruppe von Probanden über einen Zeitraum von einem vollen halben Jahr. Die Teilnehmer spielten in dieser Zeit regelmäßig Action-Videospiele.

Um die Veränderungen im Kopf der Spieler exakt zu dokumentieren, nutzten die Forscher die Elektroenzephalografie (EEG). Die Ergebnisse der Gehirnmessungen nach sechs Monaten waren eindeutig: Das Gehirn passt sich der intensiven Nutzung an. Die neuronalen Netzwerke, die für die Verarbeitung von visuellen Reizen zuständig sind, strukturierten sich im Laufe des Experiments messbar um.

Blitzschnelles Ausblenden von Störfaktoren

Die praktischen Auswirkungen dieser Hirnumstrukturierung sind enorm. Die Probanden zeigten nach dem Trainingszeitraum drastisch verbesserte Fähigkeiten sowohl bei der selektiven als auch bei der verteilten visuellen Aufmerksamkeit.

In der Praxis bedeutet das: Das Gehirn von Gamern lernt durch die Anforderungen schneller Action-Titel, wichtige visuelle Informationen in Millisekunden herauszufiltern. Gleichzeitig ist das umstrukturierte Gehirn in der Lage, irrelevante Reize und Störfaktoren blitzschnell und vollautomatisch auszublenden. Für die kognitive Leistungsfähigkeit im Alltag – etwa beim Autofahren oder in stressigen Arbeitssituationen – ist diese Fähigkeit von unschätzbarem Wert.

Die Studie liefert damit einen weiteren, handfesten Beweis dafür, dass Videospiele als hochwirksames Werkzeug für kognitives Training eingesetzt werden können.