Der Markt für tragbare Spielecomputer hat sich fest im Alltag moderner Gamer etabliert. Laut aktuellen Marktdaten von Research and Markets überstieg das globale Marktvolumen für Handheld-Konsolen jüngst die Marke von 13 Milliarden US-Dollar. Getrieben wird dieser Boom vor allem von der kaufkräftigen Zielgruppe der über 30-Jährigen. Angesichts steigender Anforderungen im Berufs- und Familienleben, das Durchschnittsalter deutscher Gamer liegt laut Branchenverband game mittlerweile bei über 38 Jahren – fehlt oft die Zeit für klassische PC-Sessions am Schreibtisch. Flexibilität ist gefragt.
Hinter den Kulissen bereiten die Hardwarehersteller nun den nächsten technologischen Sprung vor. Berichte aus asiatischen Zuliefererketten bestätigen, dass die Ingenieure bei den kommenden Gerätegenerationen gezielt den größten Schwachpunkt im Visier haben: die Energieeffizienz unter Volllast.
Valve setzt auf Software, ASUS auf neue AMD-Architektur
Die beiden Marktführer wählen bei der Weiterentwicklung grundlegend verschiedene strategische Ansätze:
- Valve fokussiert sich beim Steam Deck (geschätzter Marktanteil: knapp 48 Prozent) primär auf die Optimierung des hauseigenen Betriebssystems SteamOS. Die Kompatibilitätsschicht Proton sorgt mittlerweile dafür, dass über 100.000 Windows-Titel reibungslos auf Linux laufen. Zudem steht eine noch effizientere Ansteuerung der OLED-Displays im Fokus, um wertvolle Milliwattstunden einzusparen.
- ASUS geht mit seiner ROG-Ally-Reihe (Marktanteil: rund 23 Prozent) weitaus tiefgreifendere Wege. Glaubwürdigen Branchenberichten zufolge kooperiert das Unternehmen extrem eng mit dem Chiphersteller AMD. Ziel ist die Implementierung einer maßgeschneiderten APU-Architektur mit modernster 4-Nanometer-Fertigung. Diese soll es ermöglichen, selbst grafisch anspruchsvolle AAA-Titel bei reduzierter Leistungsaufnahme absolut flüssig darzustellen.
Zielmarke: Drei Stunden Spielzeit bei Volllast
Die aktuelle Handheld-Generation leidet im Alltag darunter, dass bei maximaler Leistungsaufnahme (oft zwischen 15 und 30 Watt) bereits nach 60 bis 90 Minuten der Bildschirm schwarz wird. ASUS machte mit dem ROG Ally X und dessen 80-Wh-Akku bereits einen ersten Schritt. Durch den gezielten Einsatz der neuen, intelligenteren Stromsparmechanismen im Chip-Design wollen die Hersteller die aktive Spielzeit unter Volllast nun im besten Fall auf über drei Stunden verdoppeln. Für Pendler und Couch-Gamer wäre diese Laufzeit-Garantie der lang ersehnte Durchbruch für den mobilen Spielspaß.
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