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Stuttgart/New York – Porsche hat im Rahmen seiner strategischen Neuausrichtung „Sportwagenschmiede '35“ ein spektakuläres Visionsmodell enthüllt. In Long Island City, New York, wurde der Porsche Mission S offiziell der Weltöffentlichkeit präsentiert. Der Ort der Weltpremiere hat historische Symbolkraft: Genau an diesem Pier in Queens lichtete Porsche 1953 den legendären 550 Spyder ab, der den Erfolg der Marke in den USA begründete. Mit dem Mission S gibt Porsche nun einen konkreten Ausblick auf eine komplett neue, dauerhafte Mittelmotor-Supersportwagenplattform, die dauerhaft oberhalb des Porsche-Portfolios angesiedelt sein wird.
Legendäre Zitate im modernen Gewand
Das Design des extrem breiten und flachen Showcars wurde unter der Leitung von Style-Porsche-Chef Tobias Sühlmann entwickelt und vereint zahlreiche historische Meilensteine der Marken-Historie zu einem harmonischen Gesamtbild:
- Die Front: Die tief geduckte Nase und die flache Frontpartie spiegeln die Gene des Le-Mans-Klassikers GT1 wider.
- Die Seiten & Räder: Die muskulösen Kotflügel erinnern an den klassischen Sportwagen, während die Fugenschnitte (Shutlines) eine Hommage an das G-Modell sind. Die markanten Felgen im Loch-Look sind eine moderne Interpretation des Wählscheiben-Designs des Porsche 928.
- Das Heck: Ein durchgehendes, aktives Flügelelement rahmt die schmalen LED-Leuchten ein – inspiriert vom Porsche 959. Dazwischen stechen vier vertikal angeordnete Auspuffendrohre hervor.
- Das Motordesign: Direkt über dem Triebwerk sitzt ein markantes Radialgebläse, das als direkte optische Referenz an den Lüfterrad-Kühler des legendären Porsche 917 erinnert.
Technik-Offenheit und analoger Purismus
Genaue Leistungsdaten oder Motorenspezifikationen behält Porsche derzeit noch unter Verschluss. Klar ist durch das Mittelmotorkonzept und die markante Auspuffanlage jedoch, dass es sich um eine Plattform mit Verbrennungsmotor (womöglich als Hybrid) und ausdrücklich nicht um ein reines Elektroauto handelt. In der Gerüchteküche wird bereits über den Einsatz eines hochentwickelten Achtzylinder-Boxermotors spekuliert. Im Cockpit setzt Porsche ein klares Statement gegen den aktuellen Trend der totalen Bildschirm-Überfrachtung. Vor dem Fahrer sitzt ein puristisches Kombiinstrument aus fünf analogen Rundinstrumenten, bei denen der physische Drehzahlmesser im Zentrum steht. Auf fest verbaute Zentral- oder Beifahrerdisplays wird komplett verzichtet. Stattdessen integriert das Dashboard eine ausfahrbare MagSafe-Smartphone-Halterung. Das eigene Mobiltelefon übernimmt in Kombination mit einer reduzierten „My Porsche“-App Steuerungs- und Navigationsaufgaben und erlaubt es sogar, historische Anzeigenstile auf den digitalen Hintergrundflächen der Rundinstrumente einzuspielen.
Obwohl der Mission S im Kern eine Designstudie ist, markiert er den Startschuss für eine neue Ära. Porsche plant, eine darauf basierende Serienversion bis zum Ende des Jahrzehnts (ca. 2029) auf den Markt zu bringen.
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