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Köln/Berlin, 5. August 2026 – Die weltgrößte Messe für Computer- und Videospiele steht vor einem geschichtsträchtigen Meilenstein. Wie der Branchenverband game und die Koelnmesse offiziell bekannt gaben, wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag, dem 27. August 2026, persönlich auf dem Kölner Messegelände erwartet. Das deutsche Staatsoberhaupt wird den renommierten Gamescom Congress 2026 feierlich mit einer Eröffnungsrede einleiten. Es ist das allererste Mal in der Geschichte der seit 2009 in Köln ansässigen Leitmesse, dass ein amtierender Bundespräsident die Veranstaltung besucht.
Games und Demokratie im Fokus der Keynote
Nach Angaben der Veranstalter wird sich Steinmeier im Rahmen seines Besuchs nicht nur auf eine klassische Grußbotschaft beschränken. Der Bundespräsident wird nach seiner Keynote an einer zentralen Podidumsdiskussion teilnehmen, die unter dem diesjährigen Kongress-Schwerpunkt „Playing. Field. Democracy“ steht. Dabei soll die gesellschaftspolitische Rolle von digitalen Spielen beleuchtet werden – insbesondere, welchen Beitrag die Gaming-Kultur und interaktive Medien zur Stärkung demokratischer Werte, zur politischen Bildung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zeiten digitaler Desinformation leisten können.
Im Anschluss an den offiziellen Kongress-Auftakt ist ein Messerundgang des Bundespräsidenten durch die Messehallen geplant. Bei diesem exklusiven Rundgang wird Steinmeier mit nationalen und internationalen Entwicklerstudios, Branchenvertretern sowie Mitgliedern der Gaming-Community zusammentreffen, um sich aus erster Hand über die Innovationskraft und die kulturellen Potenziale moderner Software-Technologien zu informieren.
Ein starkes politisches Signal für die deutsche Games-Branche
Die Zusage des Schlosses Bellevue wird von Branchenexperten und dem Verband der deutschen Games-Branche (game e.V.) als ein überaus wichtiges politisches Signal gewertet. Dass das höchste Staatsamt der Bundesrepublik die Gamescom besucht, unterstreicht die gewandelte Wahrnehmung von Videospielen in der Politik. Games werden längst nicht mehr nur als reines Unterhaltungsmedium wahrgenommen, sondern als ein massiver Wirtschaftsfaktor, ein technologische Innovationstreiber für andere Industriezweige (wie etwa im KI- und VR-Bereich) und als ein wertvolles Kulturgut.
Der Besuch Steinmeiers reiht sich zudem in ein massives politisches Aufgebot auf der diesjährigen Messe ein. Bereits am Vortag (26. August 2026) wird die politische Eröffnung von hochkarätigen Gästen begleitet, darunter Vizekanzler Lars Klingbeil, Bundesforschungs- und Games-Ministerin Dorothee Bär, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst sowie die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen.
Die Gamescom 2026 läuft vom 24. bis 30. August und verzeichnet laut den Veranstaltern mit einer vollständig ausgebuchten Ausstellungsfläche und einem erwartetenden Ansturm von weit über 350.000 Besuchern bereits im Vorfeld neue Rekordmarken.
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